Sonntag, 25. Juli 2010

wwoofen in Kovland

Und nun Fotos von Kovland, meinem wwoof-Platz nach Gotland. Dort hatte ichs mit einer tollen Landschaft zu tun, wie ihr hier sehen könnt....


So sahs dort aus, mit vielen kleinen Tälern und Bächen... Jan hat so nette Spazierwege angelegt und da bin ich täglich lustgewandelt...




Da drin hab ich gebadet, ein mehr lauwarmer als heisser Spaß :)


Dies war mein Blick aus dem Fenster beim Briefeschreiben, aus meinem "blue room"...


So schau ich aus, wenn ich traurig bin, weil ich an meinem Geburtstag allein bin...




Und so schau ich aus, wenn ich erleuchtet bin, weil ich so viel im Wald getanzt hab...


Weitere Fotos, von Träskholm und auch von hier, folgen bald, aber jetzt muss ich arbeiten, Küchendienst nördlich vom Polarkreis...

Ein paar Bildchen von Gotland

Griazi!

Da ihr beim letzten Mal ohne Fotos auskommen musstet, will ich euch nun ein paar nachliefern, die meinen letzten "Report" ergänzen sollen.

Hier bin ich auf Gotland neben einem der größten Raukar...

Hier auf dem Weg zur "Blauen Lagune" - was ich dort getrieben habe, behalte ich allerdings für mich ;)...
Und hier bei einem Picknick mit meiner "Couch-Hostesse" Sanna...

Donnerstag, 1. Juli 2010

Das Meer und der Norden...

Meine Lieben!
Lange habe ich euch im Dunkeln gelassen, was ich nun in Schweden mache. Lange hatte ich auch nicht die Möglichkeit oder habe nicht die Zeit gefunden länger ins Internet zu gehen.
Doch jetzt ist es so weit: die von euch heiss ersehnten News sind da!
Heute leider ohne Fotos – ich weiss, die sind der beste Part – aber Holgers Internetverbindung hier geht übers Telefon und die will ich nicht lange strapazieren. Vor allem weil Holger pleite ist... so schreib ich offline & copy & paste den Spaß dann diese Bloggerin...

Also, zu meinem schwedischen Geschick seit ich Stockholm samt Eriksberg verlassen habe: zunächst hat es mich nach Gotland verschlagen. Das ist eine Insel im Südosten von Schweden und auch ein beliebtes Reiseziel der Schwed_innen selbst. So waren gleich mehrere Schulklassen mit mir auf der Fähre.
Ich habe zwei Tage in der Hauptstadt Visby verbracht, dort habe ich auf der Couch von Ida, einer jungen Theaterlehrerin, gesurft, wir haben den Sonnenuntergang überm Meer genossen, geplaudert, gekocht und auch geschlafen. Ich habe die mittelalterliche Stadt erkundet – dort hat es mir wirklich gut gefallen, es gibt viele alte, kleine Häuser und Ruinen mitten in der Stadt. Die Stadt ist auch noch umgeben von einer alten Mauer.

Dann gings aber auch schon weiter – Sanna, meine nächste Couchsurferin, hat mich mit dem Auto von dort abgeholt und wir sind zusammen in den Norden von Gotland gefahren, wo sie in einem kleinen Häuschen in einem Dorf wohnt und in einem etwas merkwürdigen Designhotel arbeitet. Ich bin dort mit dem Rad herumgefahren, habe erfahren, dass es Schwäne auch im Meer gibt, und die Sonne auf meinem Haupt genossen.
Als Sanna frei hatte, sind wir mit dem Auto und der Fähre nach Farö gefahren, einer Insel, die nördlich an Gotland anschließt. Dort gibt es zahlreiche Raukar, das sind meterhohe Felsformationen am Strand, die noch aus der Zeit sind, bevor sich die Insel über den Meeresspiegel gehoben hat. Eine Tourist_innenattraktion, aber wir waren noch saisonmäßig kurz vor dem Massenzustrom dran :)
Dann gings mit Sanna wieder in die Nähe von Visby, wo Freundinnen von ihr ein Haus mit Garten haben. Wir haben Elch (ein Geschenk ihrer Hotelküche) gegrillt und süßen Wein von den Nachbar_innen getrunken. Nach zwei Nächten dort hieß es aber für mich Abschied nehmen, ich bin wieder zurück nach Visby und habe dort im Gefängnis am Hafen übernachtet – heute eine Jugendherberge ;) - um am nächsten Tag meine Fähre frühmorgens zu erwischen.

Über Stockholm ging meine Reise nun weiter in den Norden, bis in die Region Medelpad, das ist ziemlich genau Mittelschweden. In der Nähe von Sundsvall, dem kleinen Ort Kovland, war mein nächster wwoof-Platz - ”Sula Herrgard”. Ein etwas seltsames Gäst_innenhaus mit gewöhnungsbedürftiger Atmosphäre, doch in einer tollen Gegend – sehr hügelig mit vielen kleinen Tälern dazwischen, sehr waldig und mit vielen Bächen. In dieser Natur habe ich mich sehr wohlgefühlt.
Die Arbeit dort war nicht sehr anstrengend, meist auch nur am Vormittag und manchmal ein bisschen am Nachmittag. Hauptsächlich habe ich mit Jan gearbeitet, dem Hausherrn – wir haben Holz aus dem Wald geholt, ein paar Blumen gepflanzt, einen Wohnwagen über einen Hügel drübergeschoben, eine Sonnenuhr errichtet... lauter kleine, mehr oder weniger anstrengende Arbeiten. Und weil ich so eine ”energetic person” bin und ”strong as a horse” hatte ich genug Kraft, jeden Morgen vor dem Frühstück eine Stunde Yoga zu machen und oft am Abend nochmal, dann zusammen mit Susanne (der Haushälterin/Hausherrin? hab ich nie recht herausgefunden...) und Yvonne, einer Dauergästin dort.
Ja, meinen Geburtstag am 19. Juni habe ich auch dort verbracht und wir sind vor dem Fernseher gesessen und haben uns DAS Event des Jahres, die Hochzeit von Kronprinzessin Victoria mit ihrem Fitnesstrainer Daniel, angesehen, bis es mir zu fad wurde weil ich schon gelernt hatte, wie man könig_innenlich strahlt und winkt und ich lieber in den Wald gegangen bin. Ein bisschen traurig war ich an dem Tag schon weil keine Leute um mich waren, die mir wirklich wichtig sind, aber dann hab ich dem Wasserfall und dem Wald gelauscht und bin wieder lustig geworden. Eine Schokoladentorte mit Eis und Pralinen hab ich auch gekriegt und eine ”Schamanin”, die das Wochenende dort Gästin war, hat eine Traumreise mit uns unternommen :)

Drei Tage später habe ich diesen Platz dann verlassen und bin wieder weitergezogen. Noch weiter in den Norden und den Gelsen, Gnots und Bremsen entgegen. Nun bin ich bei Holger, einem Bayern, der vor 20 Jahren nach Schweden ausgewandert ist und sich hier angesiedelt hat. Er wohnt mit seiner Frau Kerstin – die jedoch gerade bei ihrer Mutter auf Gotland ist - in einem Haus mit Garten, wo sie Schwedische Ackerbeeren, irgendeine spezielle Beerensorte, sowie Gemüse zum Eigenbedarf anpflanzen. Davon, von Kerstins Webwerkstatt und von Holgers kleinen Schnitzarbeiten leben sie.
Das Leben ist recht einfach hier, aber Holger hat immer gute Stimmung, kauft mir sogar Schokolade und freut sich sehr über meine Gesellschaft und schaut auch dass es mir gut geht und ich immer satt werde.
Die Arbeit besteht hauptsächlich aus Unkrautjäten im Garten und ist sehr unstressig und meditativ. Ich hab genug Zeit zu lesen, radzufahren, spazierenzugehen, zu chillen und Yoga zu machen.
Also nach über einer Woche kann ich sagen: es gefällt mir sehr gut und so bleibe ich noch drei Wochen hier. Wie es dann weitergeht, erfahrt ihr irgendwann... hoffentlich das nächste Mal auch mit Fotos, denn ich weiß, das macht viel mehr Spaß!

Freitag, 28. Mai 2010

Derzeitige Residenz in könig_innenlicher Gegend

Meine Lieben!

Hier bin ich nun seit zwei Wochen an meinem zweiten wwoof-Platz, in "Eriksberg", einer Villa aus dem 19. Jahrhundert von mir durchaus wuerdigem Ausmass...

... bezieht mensch auch die Nebengebäude wie etwa das "Lusthus" mit ein sowie das umliegende Areal mit Wegen zum Lustwandeln und fantastischem Blick auf den See. Ich bewohne ein Zimmer unterm Dach.
Ich wohne bei einer Familie von Kuenstler_innen: Peter und Cilla, ihren Söhnen Noa (der sich hauptsächlich um die wwoofenden kuemmert) und Ossian sowie dessen Frau Lotta und ihrem drei Wochen alten Baby.
Nun, hier werde ich durchgefuettert sodass meine Hosen immer enger werden und mein Bauch immer zufriedener.
Aber ich arbeite auch, 6 Stunden pro Tag, Montag bis Freitag. Es gibt noch einen zweiten wwoofer hier, Cody aus den USA. Das macht die Arbeit lustiger, wenn wir etwa Pferdemist in den Garten schaufeln...


... Der Garten ist Noas "kleines Projekt", wir haben darin Bohnen, Salat, Sellerie usw. gepflanzt. Daneben gibts auch ein kleines Gewächshaus.
Die hauptsächliche Arbeit besteht allerdings in der Renovierung der Villa sowie der Nebengebäude und sieht dann so aus:

Hier bin ich bei der "Grindstugan", einem ehemaligen Pförtnerhäuschen, in dem nun Peters Atelier ist. Wir schaben die Farbe von der Fassade und streichen sie dann neu. Eine etwas langwierige und auch -weilige Arbeit zum Teil, aber es macht auch Spass.

In meiner Freizeit vernachlässige ich fast vollkommen die Vergnuegungen der Grossstadt - bis auf einen Besuch in einem Freiluftmuseum, dem "Skansen", wo man alte schwedische Gebäude besichtigen kann - sowie deren Bewohner_innen (die die Jahrhunderte ueberlebt haben wies scheint) und zeitweise gibts auch Kindertanzkreise mit Musik...

Und in dem dortigen Tabakmuseum gibts die längste Zigarre der Welt zu bewundern...


Sonst gehe ich viel spazieren, der Schlosspark von Drottningholm, wo die schwedische König_innenfamilie wohnt, ist nur drei Minuten von hier gelegen und nicht so stark frequentiert...


Hier spielt Peter Tourist_innenfuehrer und zeigt Cody und mir ein Areal mit Gärten, die mensch mieten kann um anzupflanzen, was einem_r beliebt:

Das ist ein ziemlich häufig auffindbares Konzept in Schweden. Ueberhaupt ist Gärtnerei hier sehr populär, viel mehr als in Österreich, wie mir scheint.

Auch im Umkreis von Eriksberg (das ja auch auf einer grösseren Insel liegt) gibt es einige Inseln, auf denen es sich gut spaziert. Und da bin ich, auf dem fast schon traditionellen letzten Foto, mit meiner tollen neuen Sonnenbrille, die ich gut brauchen kann, weil - um ein bisschen anzugeben - hier im Norden ist es warm und sonnig während Wien ueberflutet wird...


Nun, nächsten Dienstag verlasse ich diesen Ort um mich neuen Gefilden zuzuwenden - wohin es geht, steht allerdings noch in den Sternen. Ich halte euch aber am Laufenden...


Beste Gruesse von der
Irene

Mittwoch, 12. Mai 2010

Första wwoofing-experience

Also, hier bin ich nun seit ueber einer Woche im "Hissbro Trädgård". Ich wohne bei Rebekka, einer wirklich tollen, starken Frau, und ihrer 7jährigen Tochter Clara. Foto von ihnen gibts jetzt nicht - ätsch!
Paul, Rebekkas Freund und Claras Papa, ist letzten Mittwoch in die Tuerkei gefahren; er ist immer wieder dort und auch in London tätig. Er macht "Inversion Therapy" - da hängt er Leute kopfueber an seinen Fuessen auf. Klingt ein bisschen wie Acroyoga, ist aber eine Therapieform. Gut fuer den Ruecken :)
Rebekka ist auch ehrenamtlich fuer ein Workshopcenter taetig, d.h. uebers Internet organisiert sie da mit und so. Das Center ist ziemlich weit nördlich von hier. Das war mal so eine Art Kommune, wo sie auch gewohnt hat. Und nebenbei betreibt sie hier auch ein Bed&Breakfast, das zurzeit, wohl auch wetterbedingt, nicht so viele Gäste verzeichnet.
Clara geht in eine Waldorf-Schule und springt gern auf dem Riesentrampolin im Garten herum.
Und zwei Katzen und vier Babykatzen gibts auch hier - zum Beweis ein Katzenmandala, das sich spontan am Wohnzimmerteppich geformt hat:


Und was ich so mache?
Ein bisschen dies und das, wo mich Rebekka gerade braucht.
Zum Beispiel Schnecken jagen, Unkraut jäten, Rasen mähen, mehrjährige Blumen aus dem zukuenftigen Gemuesegarten ausgraben und in Töpfe setzen, ein Steinmäuerchen im Bach bauen...


Wenns regnet, wie heute... :-/, mach ich eher Sachen drinnen, zB das Gäst_innenhaus putzen oder sowas. Aber die meiste Zeit bin ich im Garten.
Besonders stolz bin ich auf den Weg, den ich im Garten geschaufelt hab - rechts davon eine Reihe Erdbeeren, die ich gesetzt hab:


Und gestern hat sich Rebekka einen wwoofer "ausgeborgt", der gerade bei einer Bekannten von ihr ist. Und wenn der "Polish guy" dann vier Stunden im Garten herumgräbt, sieht das so aus:


Vorher war das alles flach. Keine Beete, bis auf die Erdbeeren ;)

Und in meiner Freizeit?
Ueber Permakultur lesen; schreiben; essen (ich werde bestens gefuettert hier, voll bio und lecker und viel); entspannen; schlafen... In dem Ort hier ist ja nicht gerade viel los, es ist eher ein ziemliches Kaff.
Ich war (durch ein Missverständnis) in einem Tierpark - das war ziemlich unaufregend, bis auf die Elche, die ich Mitteleuropäerin natuerlich attraktiv fand:


Der Kinderspielplatz ist auch an die nördliche Tierwelt angepasst:


Und dann war ich noch in einem nahe gelegenen Nationalpark, das war fein! Da sind Huegelketten und Täler mit Bächen dazwischen, wo mensch super wandern kann. Voilà, so siehts da unter anderem aus:


Und damit ihr nicht vergesst wie ich aussehe, das bin ich auf meinem Ausflug, höchst ueberrascht, dass ich mich selber so ohne Vorwarnung fotografiere:


Morgen hab ich meinen letzten Tag hier. Am Freitag gehts weiter nach Stockholm, wo ich etwas ausserhalb der Stadt wwoofen werde.

Hej då så länge!
Eure Irene

Donnerstag, 6. Mai 2010

Ankomst i Sverige


Meine Lieben!

Um euch nicht mit lästigen mails zu ueberfluten, habe ich mir nun diesen blog gecheckt um euch von Zeit zu Zeit mit Neuigkeiten aus dem Schwed_innenland zu versorgen.
Am 11. April bin ich ja hierhergeflogen und auch gefahren, mit dem Zug, jawoll auf einer Bruecke von Dänemark nach Schweden hinueber!
Dann war ich drei Wochen bei meinem Onkel Fredi, der seit seiner Pensionierung in einem Haus im Wald wohnt...

... nein, nicht in diesem, das wäre dann wohl etwas eng geworden.
Sein Zuhause sieht so aus...

Und das der Rumpelwichte liegt ganz in der Nähe und hier ist der Eingang:

Was ich dort so gemacht habe:
Ein bisschen Arbeiten, hauptsächlich irgendwas mit Holz machen - tragen, schälen, anmalen,... - da Fredi gerade am Wald lichten war, ein bisschen Lesen, ein bisschen Schreiben, ein bisschen Schwedisch lernen, ein bisschen mit dem Hund Bodo spazieren gehen - und aufpassen dass er keinen Dackel frisst und keinem Hasen oder Eichhörnchen nachläuft.


Hier hat er die Möglichkeit gar nicht, wie man sieht, weil er an der Kette liegt...

100 Meter vom Haus liegt ein wunderschöner See, zu dem mensch leider nur auf Umwegen kommt (oder direkt mit dem Boot, was wir nicht geschafft haben aus Zeitmangel und wegen dem Wetter):


So sieht es aus, wenn man etwas Elchscheisse sammeln geht. Die Tiere selbst hab ich leider (noch) nicht zu Gesicht bekommen.



So vertreibt sich Mensch die Zeit.

Schon waren also drei Wochen um und ich nahm den Regionalzug...

... und einen Bus nach Billinge, wo sich "Hissbro Trädgården" befindet, mein erster wwoof-Platz. So sieht das hier aus:

Mehr zu meiner Arbeit hier - heute war mein dritter Arbeitstag - demnächst. Jetzt muss ich dringend ins Bett, meine mueden Glieder ausruhen.

Aber wisset, dass ich mich ueber jede mail freue. Also bitte, schreibt mir nur, wie es euch in der Stadt oder wo auch immer ihr grad seid, ergeht. Und wie sehr ihr mich vermisst und wie schlimm es alles ist ohne mich ;)

Tralala Eulalia - die Irene - na eh da Sepp - Frústórmur aus dem stuermischen Norden